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THE MUSEUM OF JURASSIC TECHNOLOGY

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Die Bekehrung des Heiligen Eustachius bei Mentorella
aus
Historia Eustachio-Mariana

(Rom 1665)

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1661, nachdem er nahezu ein Vierteljahrhundert im Jesuitenkolleg verbracht hatte, zog sich Kircher nach Tybur zurück, um beim Sammeln historischer und geologische Daten auf kurzen Reisen in der Umgebung Roms weniger klösterliche Forschungen betreiben zu können. Diese Exkursionen führten zu seinem Werk "Latium" (Amsterdam 1671), Kirchers spekulativer Rekonstruktion der römischen Vorgeschichte einschließlich eines physikalischen Gutachtens über die damalige Landschaft. Er war gerade auf einem dieser Spaziergänge auf dem Land in der Gegend von Marino, als Kircher auf die Ruinen einer alten Kirche stieß. Eine Inschrift in der Nähe des verfallenen Altars wies die Stelle, auf der er stand, als den Ort der Bekehrung des Hl. Eustachius zum Christentum aus, die er nach einer Vision erfahren hatte. In dieser Vision war ihm der gekreuzigte Christus im Geweih eines Hirsches erschienen, den er gejagt hatte. Eustachius, ein römischer General des ersten Jahrhunderts, weigerte sich während der Christenverfolgungen durch Hadrian, heidnischen Göttern zu opfern, und wurde im Inneren eines bronzenen Stiers bei lebendigem Leibe verbrannt. Da er beabsichtigte, diese alte Pilgerstätte, die ursprünglich durch Konstantin errichtet worden war, wiederherzustellen, schrieb Kircher ein kurzes Werk , das ihre Geschichte und ihre Bedeutung beschrieb und sandte Abschriften davon an seine Gönner. Schon bald hatte er ausreichende Schenkungen gesammelt, um die Kapelle in ihrem ursprünglichen Glanz wiedererstehen zu lassen und sie als Wallfahrtsziel wiedereinzuführen, das besonders am Michaelistag (29. September) von Pilgern aufgesucht wurde. Kircher verbrachte dort, in der Kapelle von Mentorella, einen großen Teil seines letzten Lebensjahrzehnts, sorgte für die Pilger und versenkte sich in spirituelle Übungen. 1678 verbrachte er das gesamte Jahr dort. Nach seinem Tod, zwei Jahre später, wurde Kirche in Il Gesù, einer Kirche in der Nähe des Römischen Kollegs begraben, sein Herz jedoch brachte man nach Mentorello und begrub es unter dem Altar seiner geliebten Kirche des Hl. Eustachius.



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