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THE MUSEUM OF JURASSIC TECHNOLOGY

COLLECTIONS AND EXHIBITIONS

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Verkündungshorn,
aus:
Phonurgia nova

(Kempten 1673)

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Als sein Rivale, der Universalgelehrte und Fellow der Royal Society Sir Samuel Morland (1625-1695), im Januar 1672 in den "Philosophical transactions" eine Schrift herausgab, in der er unberechtigten Anspruch auf die Erfindung der Sprechtrompete erhob, bewegte dies Kircher zu einer Richtigstellung in seinem Werk "Phonurgia Nova", dem ersten veröffentlichten Buch, das sich ausschließlich mit der Akustik auseinandersetzte. Kircher erläuterte darin seine Verwendung der "tuba stentorophonica", mit der er die Versammlungen am Schrein des Heiligen Eustachius in Mentorella zusammenrief, und zwar viele Jahre vor dem Zeitpunkt, den Morland für seine Erfindung beansprucht hatte ­ und er unterstützte dies durch die Zeugenaussagen von James Alban Gibbs, Gaspar Schott und anderen. Darüber hinaus hatte Kircher in "Musurgia Universalis" bereits fast ein Vierteljahrhundert zuvor ausführlich über schallverstärkende Megaphone geschrieben. Nach dieser vernichtenden Widerlegung seines Gegners wendet sich Kircher der Wiederaufnahme und Erweiterung seiner Erkenntnisse aus "Musurgia" zu. Er erörtert die Wissenschaft der Echos und der Schallverstärkung und stellt Pläne für zahlreiche geniale Erfindungen im Bereich der Klangerzeugung vor, zu denen sprechende Statuen, eine Äolstuba, Abhörvorrichtungen und eine unüberschaubare Menge von Hörnern und Megaphonen zählen. Kircher war davon überzeugt, daß die Helixform für die Schallverstärkung am geeignetsten sei. Sprechtrompeten wie die hier gezeigte erreichten oft gigantische Ausmaße und überschritten leicht die Größe eines Menschen.



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